Alle wichtigen Infos zum Thema Anwaltswechsel,
und unseren direkten Anwaltswechsel-Service!

Anwaltswechsel: Kann ich einfach den Anwalt wechseln?

Sie denken über einen Anwaltswechsel nach, weil Sie mit der Tätigkeit Ihres Anwaltes unzufrieden sind oder sich sogar von diesem im Stich und allein gelassen fühlen?

Wie Ihnen geht es leider vielen Menschen. Das Anwaltshonorar erscheint zu hoch und die Kosten sind für den Mandanten nicht nachvollziehbar. Die Rechnung erscheint willkürlich erstellt worden zu sein und vorab wurde Ihnen nie mitgeteilt, wie teuer die anwaltliche Tätigkeit werden wird. Der Anwalt hat keine Zeit für Sie und lässt sich sogar am Telefon verleugnen, sagt Termine kurzfristig ab und nimmt wichtige Termine in Ihrem Interesse nicht wahr. Sie stehen hilf- und machtlos dem Desinteresse und der Willkür des Anwalts gegenüber. Der Anwalt hält sich nicht an besprochene Vorgaben oder arbeitet wichtige Informationen Ihrerseits nicht in die Schriftsätze ein. Sie werden nicht über den aktuellen Stand Ihrer Rechtsangelegenheit informiert und wissen gar nicht, was der Rechtsanwalt in Ihrer Angelegenheit unternommen hat bzw. überhaupt etwas unternommen hat. Sie haben das Gefühl, Ihr Anwalt weiß gar nicht, was er tut, und Sie fühlen sich schlecht beraten. Vielleicht stimmt auch einfach nicht die „Chemie“ zwischen Ihrem Anwalt und Ihnen, so dass das wichtige Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen gestört ist oder sich gar nicht entwickeln kann.

Es gibt einige Gründe für einen Anwaltswechsel. Aber können Sie so einfach den Anwalt wechseln? Ja, Sie können jederzeit den Anwalt wechseln, wenn Sie mit Ihrem Anwalt nicht zufrieden sind. Das Verhältnis zwischen Anwalt und Mandant ist ein Dientsleistungsverhältnis. Das bedeutet, Sie können diesen Dienstleistungsvertrag auch jederzeit kündigen.

Ob Sie Ihren bisherigen Rechtsanwalt bezahlen müssen, hängt davon ab, ob dieser bereits für Sie tätig geworden ist und warum Sie den Anwalt wechseln möchten.

Grundsätzlich hat ein Rechtsanwalt, der für Sie tätig geworden ist, auch einen Anspruch auf das Honorar für seine bisher geleisteten Dienste. Sollte der Auftrag vor Erledigung der Angelegenheit seitens des Anwalts oder durch Sie gekündigt werden, ist relevant, aus welchem Grund der Anwalt gekündigt hat oder Sie den Vertrag gekündigt haben. Hierbei geht es um die Frage, wen bei der vorzeitigen Kündigung des Dienstvertrages ein Verschulden trifft, also wer sich gegenüber der anderen Partei vertragswidrig verhalten hat, indem er eine Pflicht aus dem Dienstvertrag verletzt hat. Hat der Rechtsanwalt es versäumt, Sie über einen drohenden Interessenkonflikt aufzuklären, oder hat unberechtigt ein zu hohes Honorar gefordert oder hat er eine ihm obliegende Pflicht grob fahrlässig verletzt, handelt er vertragswidrig. Für Sie bedeutet das, dass Sie kündigen können und den Anwalt für die bisherigen Leistungen nicht bezahlen müssen, weil Sie sicherlich kein Interesse mehr an der Leistung des Anwalts haben. Sollten Sie hingegen die Kündigung des Vertrages mit dem Rechtsanwalt verschuldet haben oder dem Anwalt ohne Grund kündigen, so müssen Sie seine bis dahin entstandenen Kosten bezahlen. Der neue Rechtsanwalt selbst könnte dann für seine Leistung ebenfalls abrechnen, so dass in diesem Falle Mehrkosten auf Sie zukämen, wenn Sie ohne Grund den Anwalt wechseln. Es ist daher besonders entscheidend und wichtig für Sie, dass einer der drei Gründe vorliegt, Ihrem Rechtsanwalt wegen vertragswidrigen Verhaltens zu kündigen oder Sie müssen durch den Anwaltswechsel entstehende Mehrkosten in Kauf nehmen.

Wenn Sie sich absichern möchten, holen Sie sich einfach eine zweite Meinung von einem unserer Fachexperten ein.

Die für Sie wichtigste Frage wird verständlicher Weise sein: Muss ich etwas bezahlen, wenn ich den Anwalt wechsel?

Damit Sie sich überhaupt sicher sein können, dass sich in Ihrem individuellen Fall ein Anwaltswechsel als sinnvoll erweist, können Sie sich einfach und bequem bei uns vorab eine zweite Meinung zu Ihrem Fall einholen. Auf diese Weise laufen Sie nicht Gefahr, wegen eines überstürzten Handels oder Unwissenheit nachher unnötige Kosten zu verursachen.

Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Sie aufgrund Ihrer gemachten Angaben den Anwalt wechseln sollten oder nicht. Sollten Sie bereits in Ihrer Rechtsangelegenheit so weit fortgeschritten sein, dass Sie Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) gewährt bekommen haben, sollten Sie sich unbedingt eine zweite Meinung vor einer Kündigung bei uns einholen.

Grundsätzlich dürfen Sie auch den Rechtsanwalt wechseln, wenn Ihnen Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) bewilligt wurde.

Hier gilt die Grundregel: Der Anwalt mit Verfahrenskostenhilfe darf durch einen anderen Rechtsanwalt mit Verfahrenskostenhilfe gewechselt werden, wenn eine vernünftige Person, die keine Verfahrenskostenhilfe erhält, unter denselben Umständen auch den Anwalt wechseln würde.

Wenn Ihr Anwalt Ihre Angelegenheit nicht ordentlich bearbeitet und dadurch Ihre Interessen erheblich verletzt, sollten Sie ihn vorab schriftlich abmahnen und das Gespräch mit ihm suchen. Klären Sie ab, ob Ihr Rechtsanwalt das Mandat überhaupt noch bearbeiten möchte bzw. kann und wenn dies bejaht wird, bis wann er in Ihrem Sinne für Sie tätig werden wird. Hier empfiehlt es sich, dem Rechtsanwalt eine Frist für die Bearbeitung zu setzen. Denn wird er bis zu der gesetzten Frist wieder für Sie nicht tätig, haben Sie einen Nachweis für sein vertragswidriges Verhalten und sind damit zur fristlosen Kündigung berechtigt und können eventuell auch Schadensersatz geltend machen.

Eine andere Person, die keine Verfahrenskostenhilfe erhält, würde wegen dieses vertragswidrigen Verhaltens ebenfalls kündigen, so dass Sie höchstwahrscheinlich aufgrund des erforderlichen Wechsels nicht einmal die Mehrkosten für den zweiten Anwalt zahlen müssten.

Das Gericht, welches die Verfahrenskostenhilfe gewährt hat, ist für die Überprüfung zuständig, ob eine schlechte Leistung des Rechtsanwalts zweifelsfrei vorliegt und ob der Staat die Kosten des zweiten Anwalts wegen der Verfahrenskostenhilfe auch übernimmt. Ausschlaggebend ist hierfür, dass Sie das vertragswidrige Verhalten des Rechtsanwalts und Ihre Bemühungen, ihn zu einer ordentlichen Bearbeitung Ihrer Rechtsangelegenheit aufgefordert zu haben, stichhaltig nachweisen können. Andernfalls können Sie den Anwalt auch mit Verfahrenskostenhilfe wechseln, müssten dann aber für die dadurch entstehenden Mehrkosten selbst aufkommen.

Wir helfen Ihnen dabei, den richtigen Anwalt zu finden. Damit Sie sich gut beraten und aufgehoben fühlen.